Rückmeldungen zu Meta
Im ursprünglichen Thread gibt es bislang leider keinen Beitrag #86, was daran liegt, dass mir der folgende verwehrt wurde:
Laut Verfassung müsste der öffentlichrechtliche Rundfunk staatsfern sein, in Wirklichkeit hängt er am Gängelband der Politik. Darüber konnte man bei der TS vor vier Jahren schon (fast) nur schweigen, als das Forum zum ersten Mal verändert wurde; meine Vorrednerin zenzi war damals ja dabei.
Ich selbst hatte in der Folge einen kurzen, aber vielsagenden Mailverkehr mit dem ARD-Rechtsexperten Karl-Dieter Möller. Ich beklagte mich über die anschwellende Zensur - laut Herrn Sadrozinski wurden seit der Umstellung 2005 mehr als die Hälfte der Beiträge nicht veröffentlicht - woraufhin der Jurist Möller mir anwortete, er sehe den "Grundsatz der Ausgewogenheit" nicht verletzt; er fügte noch hinzu, man könne das "subjektiv" auch anders sehen.
"Objektiv" gilt also der Proporz?!
Dann seien wir mal objektiv. Man beachte vor allem die Klemme, die für die Tagesschau daraus resultiert:
"Zufällig" stimmt die Zusammensetzung von Foristen eben höchst selten mit Umfragewerten überein, noch seltener mit der Zusammensetzung eines Rundfunkrates. Wenn diese Foristen dann auch noch anfangen zu diskutieren, was Einzelmeinungen vervielfältigt, sinkt die "Zufriedenheit" (wirklich der Redaktion?) wohl proporzional zur Diskrepanz zum mühsam ausgekungelten Proporz.
Letzlich steht die Redefreiheit der Bürger also gegen einen Besitz- und Vertretungsanspruch der Politik - der aber eindeutig verfassungswidrig ist. Selbst unter der gegebenen Voraussetzung, dass die TS die veröffentlichten Beiträge als Teil ihres redaktionellen Angebots sieht, verlangt das BVerfG vom Rundfunk nämlich immer noch "die Vielfalt der bestehenden Meinungen (...) in möglichster Breite und Vollständigkeit".
Dagegen helfen keine 'einschneidenden Strukturveränderungen' wie meta.tagesschau.de. Dieser Konflikt ist ein zutiefst grundsätzliches Problem des Rundfunks überhaupt; ich wage fast zu behaupten: Es ist bald das Problem, für das der ÖRR einmal geschaffen wurde.
Wer es wagt zu opponieren, riskiert vermutlich dennoch seinen Job (siehe die Causa Brender)?
Nun - ich bin zum Glück kein Journalist. [Ironie an] Meine Empfehlung: Immer schön die Augen zuhalten. Dann sieht einen wenigstens keiner...
zensiert am 19.8.2009 um 13:23
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Mi, 19.08.2009 - 01:20 — marcel
bis jetzt:
Mi, 19.08.2009 - 12:28
*LOL*
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Ein Paradefall unterschwellig tendenziöser Berichterstattung! Zwar sind keine Anhaltspunkte für ein Fehlverhalten von Frau Schmidt vorhanden, aber wir bilden sie schon mal als Dunkelfrau ab - schwarzer Hintergrund, im Halbschatten - wer weiß, was sich dort alles verbirgt! Sie traut sich nicht recht ins Licht, wie kann man so jemandem vertrauen. So beeinflußt man Leser in seinem Sinne, ganz unschuldig. Was die Fakten nicht hergeben, versteckt man im Design, im Format, in der gezielten Bildauswahl. Liebe Tagesschau, Tag für Tag entfernen Sie sich weiter vom rechten Weg der Berichterstattung, hin zum Meinungsjournalismus, hin zur psychologischen Schlachtenführung. Nun wende ich mein obiges Argument bezüglich der Bildauswahl gegen Sie: wie kann man jemandem vertrauen, der mit solchen Methoden arbeitet?
Objektive Berichterstattung, saubere Trennung von Meldung und Meinung? Das war einmal, lang ists her, bergab geht sichs nun mal leichter als bergan.
Anacharsis
Fazit: Kritik unerwünscht, wird die Objektivität der Tagesschau-Berichterstattung zum Thema gemacht, saust das zensorische Fallbeil. Wer so reagiert, dem bleibt zuzurufen: touche, meine Damen und Herren.
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So wie ich es mittlerweile sehe, ist/war(?) Serge Königsmann nur der Verantwortliche für die webtechnische Seite von meta.tagesschau, und versteht vom Inhaltlichen und den interkommunikativen Aspekten eines Forums/einer Diskussionsplattform nur wenig, wenn überhaupt etwas. Anders ist sein euphorisch-naiver, teils auch etwas ärgerlicher Eingangsbeitrag kaum zu verstehen.
Die eigentlichen, konzeptionell Verantwortlichen für das Konstrukt meta.tagesschau hätten sich hier erläuternd zu Wort melden müssen und nicht denjenigen vorschicken, der lediglich die technische Umsetzung der Ideen zu bewerkstelligen hatte.
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http://meta.tagesschau.de/id/26164/oskar-lafontaine-linkspartei-chef
Oskar Lafontaine, Linkspartei-Chef
Mo, 03.08.2009 - 17:04
Ich glaube, dass dort sogar noch ein weiterer Kommentar abgegeben wurde, der im Cache von Google aber leider nicht erscheint.
Die Frage: „Wie gehen wir damit um?“, halte ich damit für geklärt.
Einige Bugs scheint die meta-Sache nach wie vor zu haben.
Bei diesem angesprochenen Problem von UserIn deployed, 4. August 2009 um 01:38 Uhr, sieht es mittlerweile wohl so aus, dass stets nur der erste Kommentar zu einem meta-Thema nicht gezählt wird.
Und vorgestern hätte ich beinahe eine Zensur gemeldet, weil ein zwischenzeitlich doch veröffentlichter Kommentar nicht unter „Neueste Kommentare“ auf der Startseite zu sehen war, sondern dort wahrscheinlich erst geraume Zeit später zu Fuß eingetragen werden musste. Gut, bei rd. 10 Kommentaren pro Tag (vorgestern, 16.08.2009, insgesamt 7; gestern 8) geht das.
PS: Aus SKs Blogeintrag geht nicht eindeutig hervor, ob Königsmann überhaupt eine blasse Ahnung davon hatte, was das tsf war, er zum regulären ts-Team gehört, oder dort lediglich eine extern vergebene Leistung erbringt und via Blog als Sündenbock für die Schließung des tsf verheizt wird.
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http://blog.tagesschau.de/?p=5943#comments
so schlimm ist, dass man ihn nicht durchgelassen hat. Er stand hinter #72 mehrere Stunden - bis nach Mitternacht - NICHT freigeschaltet. tinchens Beitrag war da bereits erschienen. Heute früh war meiner verschwunden.
Bin ich denen irgendwie auf den Schlips getreten?
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"@ #71: Jutta Rydzewski
„Obwohl Ihnen eine Menge Fragen gestellt wurden, haben Sie bisher auf keine geantwortet.“
@ #72: ewspapst
„bisher kein Kommentar.“
Bei anderen blogs hier antworten die Autoren gelegentlich auf Fragen oder Statements der Kommentatoren, so Jörg Schönenborn in
http://blog.tagesschau.de/?p=5976.
Vielleicht ist Serge Königsmann ja gerade im Urlaub, wo ihn seine Arbeit natürlich nur am Rande interessiert.
Geben wir die Hoffnung nicht auf und warten wir noch ein wenig ab.
SK muss sich vielleicht erst mal erholen. ER wird sich ganz bestimmt hier melden. ☺☺
Oder vielleicht doch nicht? ☻☻"
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http://meta.tagesschau.de/id/26176/piraten-lassen-hansa-stavanger-frei#comment-318
Das wurde zwar veröffentlicht, eine Reaktion anderer User ist bisher nicht erfolgt.
Im alten Forum wäre auf diesen Beitrag hin sofort eine Diskussion losgebrochen.
Zur Strukur von meta.tagesschau wurde hier schon alles gesagt. 10-15 Beiträge werden pro Tag veröffentlicht, meistens inhaltsleere Statements.
Das Ganze dann als eine Ausweitung der Diskussionsmöglichkeiten zu verkaufen, ist ziemlich dreist und eine Provokation.
Gruß
PU
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Halbierung bei Kohl, drei Millionen bei Schröder
"Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel gab damals als Ziel aus, die Arbeitslosigkeit "deutlich unter zehn Prozent" senken zu wollen.
Das Ziel hat die Große Koalition unter Merkel als Kanzlerin erreicht, im Juli lag die Arbeitslosenquote bei 8,2 Prozent."
http://www.tagesschau.de/inland/arbeitslosenzahlen122.html
War ein Grund für die Schliessung des Forums um nun ungehindert Merkel-Propaganda pur betreiben zu können ?
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Die SPD hatte damals auch Angst vor der Demokratie und wollte sie sie wenigstens bei sich abschaffen. (Wovor hat die Tagesschau Angst?) Inzwischen braucht SPD keine Angst mehr zu haben, weil längst eingetroffen ist, was sie dort nicht hören wollte.
Das Forum gibt's nicht mehr. (Die SPD nur noch nicht ganz nicht.) Ich habe da auch mal was geschrieben. Die völlige Sinnentleerung, für zwei Tage.
Himmel, war man leer danach.
Diese kleine Geschichte wollten sie gestern im Blog nicht haben. Dabei stand das Wichtigste davon im Forum. Alberts "Seelenklo" könnte man selbst jetzt noch im Google Cache finden.
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Wieso die Aufregung über die Unübersichtlichkeit von Meta? Da haben sich die Damen und Herren der Tagesschau doch sicher etwas bei gedacht, sonst hätten sie das Forum wohl nicht geschlossen. Obwohl selbst dort unzensierte und freie Diskussionen nicht möglich waren. Die "Begründung" Diskussionen im TSF "uferten aus", ist völlig an den Haaren herbeigezogen, und soll den Willen der Verantwortlichen vernebeln, ja keine Zusammenhänge in diskutierten Themen aufkommen zu lassen.
Mit diesem Meta-Format sind sie einen unauffälligen Schritt weitergekommen. Da weiß der Dritte nicht, was der Erste noch schrieb. Und das ist der Sinn von Meta.
Und ich hätte da noch eine Frage an die Verantwortlichen: Wieso wurde das kollektive Gedächtnis des alten TSF einfach, so mir nichts, dir nichts, gelöscht? Es kann wohl knapp am fehlenden Speicherplatz gelegen haben?
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Memento ist ein Spielfilm von Christopher Nolan basierend auf der Kurzgeschichte „Memento mori“ seines Bruders Jonathan. Das markanteste Merkmal des komplexen Films sind die beiden Handlungsstränge, von denen jeweils einer (Schwarz/Weiß) in der korrekten und einer (Farbe) in entgegengesetzt chronologischer Reihenfolge abläuft. Die Hauptperson ist ein Mann, der nach einem traumatischen Ereignis die Fähigkeit verloren hat, neue Erinnerungen zu bilden.
http://de.wikipedia.org/wiki/Memento_(Film)
An der Stelle sollte man allerdings nochmal das Augenmerk auf die Voraussetzung des Filmes lenken:
Den taglichen Gedächtnisverlust.
marvin
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