Sonntag, 11. September 2016
Ich schweige mal mit.
Für eine Minute kann man das ja mal machen:
Schweigen zu WTC7. Schweigen zum freien Fall und zu Newtons Gesetzen. Schweigen zu den Architekten und Ingenieuren von ae911thruth und zu den ganzen anderen Fachleuten, die die offizielle Version zerlegen.

Für eine Minute kann man das ja mal machen.
Aber nicht länger.
Sonst fühlt man sich noch wie ein Journalist in den Mainstream-Medien.
15. Jahrestag von 9/11: Schweigen für die Opfer
18:23

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Bin dafür.
Die ganze Idee des öffentlichrechtlichen Rundfunks basiert auf der Rechtfertigung, dass dieser Rundfunk die gesamte Breite der vorhandenen Meinungen und Strömungen in sich abzubilden habe. Das nennt sich "Binnenpluralismus" und gilt für alle öffentlichtrechtlichen Sender gleichermaßen -übrigens keineswegs im Proporz: Mangelnde Verbreitung ist keine Ausrede, etwas nicht zu berichten.

Von dieser Grundidee ist kaum noch etwas zu erkennen. Z.B. verhindern die Parteien in den Rundfunkräten offensichtlich, dass die Konkurrenz unterhalb 5% ihre Ideen vorstellen kann. Demonstrationen oder Bürgerinitiativen werden ebenso nach Gusto verschwiegen. Jeder rechtfertigt die Lücke mit der Existenz der anderen Sender, oder gar mit der Mehrheitsmeinung. Im Endeffekt erleben wir genau jene Propaganda der herrschenden Klasse, gegen die der ÖRR ursprünglich mal antreten sollte.

Wir brauchen endlich wieder eine Konkurrenz der Gedanken. Nicht der Sender.
AZRDDF statt ARD und ZDF?
16:06

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Mittwoch, 31. August 2016
Nicht nur gerichtlich
In Bayern ist seit dem ersten August ein Volksbegehren gegen Ceta auf dem Weg (mit Ziel eines Volksentscheids). An einem einzigen Tag hatte die Initiative bereits das Doppelte der nötigen 25.000 Stimmen. Und ansonsten ist Deutschland dann in zweieinhalb Wochen (17.9.) wieder gegen Ceta/TTIP auf der Straße, diesmal in vielen Großstädten und nicht nur in Berlin.
Der Protest bleibt wichtig. Spätestens seit Deutschland an 17 Kriegsschauplätzen in der Welt zu finden ist, kann man den Wortlaut des GG ja ruhig einmal auch in sein Gegenteil uminterpretieren. Dennoch wird es natürlich interessant werden, wie die Richter sich rausreden.
CETA: Massenklage gegen Freihandelsabkommen
14:34

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Das nennt man nicht "Whistleblowing"
"Whistleblower" haben im Gegensatz zu Managern von Großkonzernen i.d.R. ein Gewissensproblem und keinen Top-Anwalt, der ihnen 20 Millionen rausverhandelt. Das hier nennt man ein "Geschäftsmodell" - wobei das produkt allerdings noch nicht so ganz klar ist.
Zynisch wird es sein, in jedem Fall - nicht moralisch: Die Strafe dient vielleicht als Schutz vor Übernahmen? Und wenn nicht, zahlen sie Andere.
Whistleblower bekommt 22,5 Millionen Dollar
13:49

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Na, dann kann uns ja nichts mehr passieren...
Mit so gut geführten Akten wie der über den NSU (Uwe Mundlos seit 03.1995), und möglicherweise so kompetenten Mitarbeitern wie Mario Brehme, empfiehlt sich dieser Dienst natürlich wie kein anderer (fast so gut wie der "Verfassungsschutz"), gegen den "Radikalismus" im Lande vorzugehen. ('Stillgestanden! Augen... llinks!') Und wenn sie ihn nicht gleich erschießen, so werden sie ihm mindestens doch radikal den Krieg erklären.
MAD checkt künftig Bundeswehrbewerber
13:26

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Dienstag, 30. August 2016
Gruselig.
Neoliberale Pläne sind grundsätzlich niemals "tot", sondern leider so unsterblich-persistent wie die korporativen "juristischen Personen", in denen sie leben. Die sind quasi ein Zwischending aus Zombies und Medusen mit immer neuen Köpfen: Innerlich so alt und so faulig wie Sklaverei, Feudalismus oder Manchester-Kapitalismus, wird jede neue Hülle doch immer so weit anders sein, dass unsere alten Regeln sie nicht mehr gleich erkennen.

Es hilft also nichts: Erst müssen wir den Ceta-Kopf abschlagen - und dann TTIP.
(Fortsetzung folgt.)

Eine gute Portion Vampirsblut haben sie allerdings auch noch drin.
Und das ist dann auch unsere einzige Hoffnung: Denn Tageslicht mögen sie gar nicht.
Ist TTIP tot?
17:57

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Mittwoch, 24. August 2016
Die falsche Pipeline
Die Amerikaner waren ja bestrebt, die Russen vom europäischen Gasmarkt abzukoppeln: Wir erinnern uns an die Ukraine (und an Hunter Biden). Deshalb wollen sie auch nach wie vor eine Pipeline der Saudis durch Syrien und die Türkei.
Das größte Thema (wenn auch wohl nicht in den Medien) könnte da auch der neuerliche Deal Erdogans bezüglich der russischen Gaspipeline sein.
US-Vizepräsident in Ankara: Besuch in schwierigen Zeiten
8:33

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Montag, 22. August 2016
Mir fehlt die regionale Differenzierung
Stell Dir mal vor, Du wohnst in Nachbarschaft von Büchel, Ramstein, Geilenkirchen, und der von etlichen amerikanischen Hardlinern herbeigesehnte heiße Krieg der Nato mit Rußland auf europäischem Boden geht los - da kann man sich diese Ausgaben doch auch sparen.
Neues Zivilschutzkonzept: Opposition spricht von Angstmache
12:20

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Sonntag, 7. August 2016
So viele Kommentare...
Ein ständiges Bild:
Kommentarschließung "wegen der hohen Anzahl der Kommentare" - nur ist nicht einer zu sehen.

Sie werden uns doch nicht anlügen.
Bestimmt werden sie nur alle zensiert haben.

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Freitag, 5. August 2016
Wohin, bitte?
Habe ich mich verlesen?
Das darf doch nicht sein: Nach Saudiarabien?
Hat das Pentagon die Meldung abgesegnet? (Oder war der Zensor pinkeln?)

Der eine Attentäter war schließlich ein Afghane, der andere ein Syrer/Iraker. Wenn Terror in Deutschland auf dieser Ebene gewollt ist, dann ist das auch eine Sache von Geheimdiensten. Interessant wäre auch die Frage, ob da von den Saudis Zahlungen an Angehörige fließen.
Anschläge von Würzburg und Ansbach: Kontakt nach Saudi-Arabien?
15:40

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Montag, 1. August 2016
Ein undankbares Gesindel
Vor zwei Tagen feierte Tagesschau.de schonmal ihr zwanzigjähriges Jubiläum. Dazu schrieb ich:
Der Schock dieser zwanzig Jahre war, ein neues Wort lernen zu müssen: "Depublizieren?" Was sollte das heißen? Wenn das, was war, wahr war, war die Wahrheit dann plötzlich keine mehr? Vorher gab es noch ein Archiv. Danach ein Wahrheitsministerium.

Ein paar Sachen kann ich (persönlich) aber zum Glück noch nachgucken: Den 10. Jahrestag hatte Tagesschau.de noch am 1.8. gefeiert. Das war wahrscheinlich ehrlicher. Nur ohne roten Knopf - sei's drum.

Also: Glückwunsch.
Und wenn ich mir was wünschen dürfte für die nächsten Zehn, dann wäre das das Ende der "Selbstverpflichtung", dass nur die Redaktion die Zuschauerbeiträge bearbeitet. Die hätte an anderer Stelle sicher Besseres zu tun und wäre nicht mehr ständig überlastet. Ein paar extra Angestellte, und wir könnten endlich freier posten, und alle wären glücklich.
Bis auf den Rundfunkrat, wahrscheinlich.
Aber man kann ja nicht alles haben.
Dieser Beitrag war am 30.7. erschienen.
Zwei Tage später (also heute) ist der Artikel, unter dem er erschien, neu veröffentlicht, der alte gelöscht. Offenbar hatte ich also recht mit dem Datum.

Vor allem aber wollen sie offenbar die Worte zur Depublizierung und zur "Selbstverpflichtung" nicht da stehen haben. Die wurden mir heute zensiert.

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