feinerKerl:
Wie soll sich den Komissar Trojaner auf meinem PC einfinden?
Wo wir schon beim "hätte, wäre, wenn" sind:
Als Erstes sollte man mal anmerken, daß zumindest alle aktuelleren Windows-Versionen eine überaus potente Fernbedienung implementiert haben. Wenn Sie sich mal durchlesen, was die "Windows Management Instrumentation" (WMI) so alles kann, legen Sie nur noch die Ohren an. Tatsächlich wird der Dienst "wmiprvse.exe" weder für einen Einzelplatzrechner noch für die üblichen Aufgaben in einem Heimnetzwerk benötigt, rennt aber dennoch bei sehr vielen Usern ab und zu mal los. Zu den Gründen gibt's so viele Meinungen wie Antworten - (siehe z.B. neuber.com/taskmanager/deutsch/prozess/wmiprvse.exe.html). Gottes Wege mögen unergründlich sein - aber was ist das schon gegen die von Microsoft?
Ich habe mal versucht, das Ding stillzulegen.
Das wurde eine "spaßige" Angelegenheit: System gesichert (sollte man immer, wenn man nicht weiß, was man macht
Was ging: Man konnte ihr NTFS-Nutzerrechte entziehen.
Seitdem ist Ruhe im Karton (aber da klopf' ich auch bloß auf Holz). Wirklich gebraucht habe ich sie anscheinend nicht.
Der Dienst, der auf die WMI zugreift, läuft gleich unter der svchost.exe, würde einem User im Taskmanager also gar nicht auffallen. Seine Schöpfer nannten ihn mit unübertrefflichem Humor "CIMOM" (O-Ton MS: "pronounced see-mom"). Jetzt brauchten Sie also eigentlich bloß noch irgendeine undokumentierte Schleuse aufzumachen, und jedes Windoof-System läge offen da.
Ob man dafür wohl "Trojaner" braucht?
Gruß
marvin
Zensiert um 18:32 und 21:55 als Antwort in diesem Thread.
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KaiUwe999:
Hallo marvin,
wir schweifen hier jetzt zwar vom ursprünglichen Thema ab, aber da dieser Punkt aus meiner Sicht sehr wichtig ist, hoffe ich, dass der Admin den Beitrag trotzdem veröffentlicht.
Hallo KaiUwe,
machen Sie sich da mal nicht zu viele Gedanken. Wir schweifen nämlich keineswegs ab sondern tasten uns an einem Kern heran.
Weshalb haben wir wohl eine Gemeinbindung des Eigentums im Grundgesetz stehen?
Ginge es nach den Neoliberalen, schadete ihr Reichtum schließlich nicht und man dürfe die "Starken nicht schwächen", sondern müsse sie im Gegenteil noch stärken, um den Schwächeren zu helfen; "stark" und "schwach" ist dabei natürlich rein über den Geldbeutel definiert.
Nehmen wir also beispielsweise die brandaktuelle politische Diskussion um die Notwendigkeit eines "2." oder gar "3. Arbeitsmarktes". Dahinter verbirgt sich doch als Ausgangslage, daß das, was man "freie Wirtschaft" oder "1. Arbeitsmarkt" nennt, offenbar nicht in der Lage - und, siehe oben, vor allem ja auch nicht Willens - ist, weiterhin die Gemeinbindung ihres "Kapitals" zu akzeptieren und sich um Ausbildung und vollwertige, versicherungspflichtige Arbeitsplätze zu kümmern, von denen Mensch auskömmlich leben (und gar noch eine Familie finanzieren!) kann. Die Frage: "Wie bezahlen wir dies, wenn wir es als notwendig erachten?", wird zwar (noch) nicht ausgesprochen, ist für einen denkenden Menschen aber ja wohl inbegriffen (also hoffentlich auch für Mods ;)).
Und da beißt sich die Katze nun schon wieder in den Schwanz: Steuern? Schulden?
Wir landen also auch damit wieder im neoliberalen Glaubensbekenntnis, mit dem man sich ja gerade der Gemeinbindung verweigert.
Was nun, wenn diese Argumentation wirklich so einfach und höchst wirkungsvoll zu widerlegen ist?
Also, wenn das kein Kern ist, dann weiß ich's nicht ...
Leider, 2500 Zeichen sind knapp.
Ich werde Ihren Beitrag nicht vergessen, möchte aber anmerken: Weshalb so sprunghaft? Wir standen noch bei der Frage, ob unsere Geldversorgung rein kreditbasiert ist. Schon das scheint mir ja ein großes "Mysterium" zu sein. Die Widerlegung des neoliberalen Glaubenssatzes entscheidet sich nämlich durchaus schon hier, bei den mit unserem "Kapital" verbundenen Schulden - die würden selbst bei Nullzins immerhin noch nach Tilgung schreien.
Gruß
marvin
Nicht erschienen hier um 16:44
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Des weiteren ist nicht geklärt, wer am Ende dann die juristische Verantwortung für den Abschuss trägt. Die Befürchtung, dass dann am Ende einzig und allein die das Flugabwehrgeschoss abfeuernde Kampfjetbesatzung allein dafür zur Rechenschaft gezogen wird, ist ja nicht von der Hand zu weisen. Tatsache ist, dass auch mit der von Herrn Schäuble favorisierten neuen Rechtslage die beteiligten Akteure nicht um ein staatsanwaltschaftliches Ermittlungsverfahren herum kommen, in dem dann Ross und Reiter, vor allem aber die Namen der Ausführenden genannt werden.
Ich persönlich finde die Überlegungen von Herrn Schäuble nicht nur unappetitlich, sondern verfassungsmäßig auch höchst bedenklich. Das Bundesverfassungsgericht hat hierzu eindeutig Stellung genommen und derartige Gesetzesvorhaben klipp und klar verboten. Dass man da trotzdem immer noch weitermacht, ist für mich ein Indiz, dass man es augenscheinlich mit den in Karlsruhe getroffenen Entscheidungen des höchsten deutschen Gerichts nicht all zu ernst nimmt.
Anmerkung: dieser Beitrag wurde trotz mehrfachen Postens heut nicht freigeschaltet...
LG
Nico
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John Barleycorn: Und immer noch ohne Verfassung!
Merkel will "transatlantische Wirtschaftspartnerschaft", heißt die neue Devise. Wie, sollen jetzt die USA Mitglied der EU werden - oder eher umgekehrt? Sie redet von vermeidbaren "Reibungsverlusten" und einer Harmonisierung des Patenrechtes.Merkel konkretisierte in ihrem ersten Interview als amtierende EU-Ratspräsidentin damit Überlegungen, die in CDU und CSU unter dem Begriff "transatlantischen Freihandelszone" kursieren. Die von ihr angestrebte transatlantische Wirtschaftspartnerschaft sei nicht gegen andere Länder gerichtet, so Merkel. "Aber niemand kann uns verwehren, dass wir unsere Kräfte bündeln". Wenn dies gut funktioniere, "wird es uns als Wettbewerber stärker machen". Das Thema soll morgen bei dem Treffen von Merkel mit US-Präsident George W. Bush im Weißen Haus zur Sprache kommen. http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6260732_REF1_NAV_BAB,00.html
Die EU läuft ganz im Sinne der USA auf eine EWG light zu. Und das monierte sogar Müntefering. Ich meine, dann hat er's zumindest mal gesagt.... link (1 Kommentar) ... comment
Goofy: Was wird ihm denn konkret vorgeworfen? Goofy
Anscheinend weiß er zuviel von den amerikanischen Machenschaften während des Giftgasanfalles auf die Kurden.... link (1 Kommentar) ... comment
etwa 19:30:
KaiUwe999:
Dazu konkrete Vorschläge:
In allen Schulformen (incl. Hauptschule) muss den Kindern besser erklärt werden, wie Volkswirtschaft funktioniert - insbesondere, wodurch Wohlstand entsteht.
Besonders müßte unseren lieben Kleinen einmal beigebracht werden, daß auch ihrem Taschengeld irgendwo anders fürchterlich viele (nämlich genausoviele) Schulden gegenüber stehen und daß übermäßiger Wohlstand deshalb nur auf dem Rücken Anderer zu erreichen ist ('Versklavt Eure Mitschüler, versklavt die Dritte Welt, so machen's schließlich alle').
KaiUwe999:
In allen Schulformen (incl. Hauptschule) ...
Das wird ein Hauen und Stechen geben - dagegen war "counterstrike" ja glatt der Kindergarten.
Wenn Sie nicht gleich den Klassenkampf erreichen wollen, dann fangen Sie mal besser in den Gymnasien an. Gymnasiasten sind diesbezüglich vielleicht zarter besaitet: Da könnte dem Ein- oder Anderen durchaus auch in jungen Jahren schon der Gedanke widerfahren, den ganzen Sch*** einfach nicht zu wollen.
Muß ja auch nicht.
JA, wunderbar, nichts gegen Bildung.
Und was machen wir dann?
Eine kaputte Umwelt, aberwitzige Wohlstandsverteilung, Hunger, Kriege ...
Sie werden uns nämlich ohnehin fragen.
marvin
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Lailatov:
... als ob es am Bären gelegen habe, daß er in Deutschland nicht überleben konnte.
Und damit verbunden alle weiteren Komposita mit "Problem-", die insbesonere in das politische Diffamierungsgeschäft Eingang gefunden haben.
Ich sag schonmal tschüß ...
[size=1](... und rasiert ist er auch nicht ...
erschienen um 22:45.
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So auch bei meiner AW: Wo es sich lohnt
Hier zum Vergleich das Original:
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Zum Thema: Überwachung und Datensammlung, Wo es sich lohnt
[quote]
"... Die Öffentlichkeit soll wissen, was ein Abgeordneter tut, bei wem er beschäftigt ist, wessen Interessen er vertritt..."
Wolfgang Thierse
(*)[/quote]
Hallo marvin,
also ich habe da gerade noch einmal nachgesehen. Meine Spezies ist noch nicht gelistet, aber wie es aussieht, ist es nur eine Frage der Zeit bis wir im Artenschutzprogramm aufgenommen werden und man uns auch unter bundesrecht.juris.de/bartschv_2005/BJNR025810005.html
findet: Suffragator vulgaris (gemeiner Wähler)
Das Gemeine (manche nennen es „unfair“) an diesem Wähler ist z.B., dass er sich an die Aussagen vom Wahlkampf erinnert.
Und dann sind da auch immer wieder diese ganzen Umfragen – erst wurde beschlossen, dass „die Konten aller Bürger vom Finanzamt durchleuchtet werden können, das Bankgeheimnis also stillschweigend abgeschafft“ [size=-2]( heise.de/tp/r4/artikel/22/22265/1.html )[/size] und dann sprach sich doch tatsächlich „die Mehrheit der Bundesbürger dafür aus, alle Nebeneinkünfte der Parlamentarier offen zu legen.“
[size=-2](* zdf.de/ZDFde/inhalt/15/0,1872,2251279,00.html )[/size]
Genauer gesagt [size=-2](siehe stern.de/presse/vorab/573649.html?nv=ct_mt )[/size] waren es in dem Fall 90% - schon ziemlich knapp. Für die Mehrheit hat es leider wieder nicht gereicht. Das bisschen Pflicht, anzugeben „ob sie zwischen 1000 und 3500, bis 7000 oder mehr als 7000 Euro im Monat neben ihren Diäten verdienen“, wurde wieder [url=http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5993360,00.html]ausgesetzt[/url].
Aber vielleicht ist das auch ganz gut so – womöglich käme sonst noch jemand auf die Idee zu fragen, was denn der/die eine oder andere Abgeordnete eigentlich hauptberuflich macht. Der Gipfel der „Überwachung und Datensammlung“ bei Abgeordneten wäre ja, wenn sie zu ihren Nebentätigkeiten nicht nur eine ungefähre Höhe dieses Einkommens angeben müssten, sondern auch von wem sie bezahlt werden. Das geht natürlich nicht. Wo kämen wir denn da hin? Die Abgeordneten würden davon zwar nicht gläsern werden, aber besser durchschaubar.
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... danach die obligatorische Schlussformel.
Ich sende dort nie etwas ab, bevor ich es in der Vorschau noch einmal kontrolliert habe. Ich bin sogar so penibel, dass ich mir diese Vorschau abspeichere und nicht nur den abgeschickten Text.
In meinem abgeschickten Text wurden einige Quellen gestutzt bzw. ganz entfernt, darunter der Hinweis auf einen Text beim ZDF sowie auf Heise. Das für mich größte Rätsel allerdings ist: wieso entfernt die Moderation einen Link auf ihre eigenen Seiten?
M. fragenden G.
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Zitat von Korf
Sie können auf der WEB-Seite der Heinrich-Böll-Stiftung selbst nachzählen,
wieviel Dutzend ehemalige KGB/FSB-Leute allein in Putin´s Regierungsmann-
schaft sitzen. Die Macht des FSB ist größer denn je!
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Geändert von Moderator (Gestern um 18:13 Uhr).
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Zitat von Korf
boell.de/de/05_world/2647.html
Zitat:
US-Einheiten behindern sich bei Terroristenjagd
Im Kampf gegen den Terror hat die US-Regierung zahlreiche neue Zuständigkeiten geschaffen - zum Beispiel in der Auslandsspionage. Doch die Spezialisten geraten bisweilen mit anderen US-Einheiten in Konflikt, zum Beispiel mit der CIA, die sich über die Konkurrenz beschwert.....Die CIA-Offiziellen stellen außerdem in Frage, ob es sinnvoll ist, Spionage-Einheiten für Einsätze in befreundeten Ländern - etwa in Europa - abzustellen, während das Personal in Kriegsgebieten knapp sei..... spiegel online
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In der letzten Woche habe ich zwei User, die im Forum der Tagesschau schreiben und von daher zunächst als "contributoren" akzeptiert waren, von der Benutzung dieses Blogs ausgeschlossen: "buergererde" und (soeben) "scharnhorst". Beide waren völlig fixiert auf persönliche Scharmützel mit anderen TSF-Usern, deren Namen ich an dieser Stelle nicht nochmal erwähnen möchte (diese "Ehre" hatten sie nach meinem Empfinden schon zu oft). Beide haben dafür in ziemlich tiefe Schubladen gegriffen. Und beide haben bis zuletzt absolut nicht eingesehen, daß das hier ebenfalls kein Platz für rein persönliche Angriffe ohne Sinn und Verstand ist.
Manch einer mag vielleicht verwundert sein, daß so etwas in einem Blog mit obiger Thematik auch mal vorkommt. Vielleicht sollte man da wirklich mal etwas klarstellen: Seitens der Petenten war man sich seinerzeit einig, daß eine Moderation für einen gesitteten Diskussionsablauf sorgen sollte. Sorgen muß: Das sahen die meisten nämlich sogar als eine Grundvoraussetzung dafür an, daß Inhalte überhaupt die Chance erhalten, durchzudringen. Hier geht's nunmal um inhaltliche Zensur; nicht um einkassierte Unterstellungen oder Beleidigungen. Wir nehmen das bislang ja gar nicht so eng, schließlich kann sich der geneigte Leser ja immer ein eigenes Urteil bilden - aber irgendwo muß dann doch mal Schluß sein.
Wer die beiden Stränge überfliegen möchte, die bis gerade eben noch lauter kleine Metastasen gebildet haben:
http://tageszensur.blogger.de/stories/615401/
http://tageszensur.blogger.de/stories/625903/
Der Zirkus hat hier nun über Wochen alles überlagert.
Aber natürlich bin ich für Kritik offen: Deshalb dieser Thread.
Gruß
marvin
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Ich hätte da noch eine ganz aktuelle Ergänzung anzubringen:
Vor fast leeren Bänken im Oberhaus hatte der Justizminister, Attorney General Lord Goldsmith, verkündet, die Regierung lasse eine Korruptionsuntersuchung gegen den britischen Waffenhersteller BEA Systems wegen dessen lukrativer Flugzeuggeschäfte mit Saudi-Arabien stoppen. Schwarzgelder waren im Spiel, auf Schweizer Banken unter den Namen panamesischer Unternehmen angelegt, kolportierte 100 Millionen Pfund, von denen BEA angeblich regelmäßig Schmiergelder zahlte an diverse Mitglieder des saudischen Königshauses, um das Milliardengeschäft für England und die Firma zu sichern.
[...] Doch die tiefer und tiefer greifende Untersuchung des Serious Fraud Office (SFO), das jeder Art von Korruption nachgeht, ließ zuletzt die Verhandlungen mit Riad ins Stocken geraten.
Und so verkündete Lord Goldsmith am frühen Donnerstagabend namens seines Dienstherrn Blair den Stopp der SFO-Untersuchung gegen BEA Systems, wo Tausende von Menschen in Lohn und Brot stehen, mit folgender Erklärung:
"Es hat sich als notwendig erwiesen, eine Balance zu finden zwischen dem Rule of law und dem erweiterten öffentlichen Interesse. Der Premierminister sowie die Außen- und Verteidigungsminister haben deutlich zum Ausdruck gebracht, dass eine Fortsetzung der Untersuchung den britisch-saudischen Beziehungen im Feld der Sicherheit, der Erkennungsdienste und der Diplomatie ernsthaften Schaden zufügen würde, mit wahrscheinlich ernsthaften negativen Folgen für das britische öffentliche Interesse sowohl was die nationale Sicherheit angeht als auch unsere außenpolitischen Prioritäten im Nahen Osten insgesamt."
[...] Der Vorgang ist von klassischem Zuschnitt. In die Zwickmühle geraten zwischen dem, was zu Beginn der Amtszeit Blairs der frühere Außenminister Robin Cook eine "ethische Außenpolitik" nannte, einerseits und den Erfordernissen der Realpolitik andererseits, optiert die Downing Street klar für Letzteres. Auch einem ökonomischen Interesse zuliebe, obwohl die Regierung das als Begründung für ihren Entscheid leugnet.
Kein Wunder, dass Kritiker jetzt fragen, wie glaubhaft London künftig das demokratische Modell in der Welt vertreten kann.
welt.de/data/2006/12/16/1147139.html
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