Montag, 15. Juni 2026
20 Jahre "Tageszensur"
Heute vor 20 Jahren gab es hier den ersten Beitrag:
Zum "Sommermärchen".
Hat sich in der Zeit überhaupt etwas geändert? Eigentlich nicht. Das war aber auch nicht zu erwarten: Sie sind ja nur Werkzeuge; Werkzeuge der jeweiligen Politik. Natürlich, Köpfe haben sich geändert, was in derart festgefahrenen Strukturen aber gar nichts ändert. Sinnlos ist es trotzdem nicht, wenigstens zu dokumentieren, was zu seiner Zeit jeweils nicht gesagt werden darf. Sinnlos ist aber vor allem nicht, es immer noch trotzdem zu sagen, wenn man denn denkt, dass es gesagt sein sollte.
Zensur ist Gewalt; die gewalttätige Schwester der Propaganda.

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Reinhard Mey, 1996
Baud, Doğru ... so weit sind wir schon.

"Ich hab' Sehnsucht nach Leuten, die mich nicht betrügen,
Die mir nicht mit jeder Festrede die Hucke voll lügen,
Und verschon' mich mit den falschen Ehrlichen,
Die falschen Ehrlichen, die wahren Gefährlichen!
Ich hab' Sehnsucht nach einem Stück Wahrhaftigkeit,
Nach 'nem bißchen Rückgrat in dieser verkrümmten Zeit."
Punkt, Punkt, Punkt.

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Danke für die Erinnerung!
Der Text tut einem immer noch wohl, heute mehr denn je.

Ich habe hier eine sehr nette, texttreue und dennoch reichlich "härtere" Coverversion gefunden - mit ganzen 514 Clicks bei Yourube:
https://youtu.be/J0_4ya5YQk0
Das hat sie nicht verdient. Ich werde sie am Samstag mal mit nach Ramstein nehmen.

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