Mittwoch, 16. Januar 2013
Das Medien-Kartell
Die Agenturen sehen sich selbst als Journalisten.
Und, in der Tat: S&P gehört zur McGraw-Hill-Gruppe, einem der großen US-Medienkonzerne, Fitch zu immerhin 40% der Hearst-Corporation, die anderen 60% einer französischen Holding. Von daher könnten wir uns auch über Bertelsmann und Springer unterhalten.
Interessanterweise geben diese Agenturen, die sich sonst immer im Auftrag fürstlich entlohnen lassen, alle Länder-Ratings ohne jeglichen Auftrag und ohne jede Bezahlung ab - soviel "Selbstlosigkeit" hat man in diesen Kreisen kaum gesehen.

Wie kann man also einen solchen Beitrag verfassen ohne das Stichwort "Basel2"??
Das ist nämlich das Gesetz, in dem die vorgeblichen "Meinungen" von "Journalisten" für die Banken als verbindlich festgeschrieben werden. Vielleicht sollte die ARD also einfach mal bei sich anfangen, indem sie wenigstens selbst Journalismus betreibt. Statt "Börse im Ersten".
EU beschließt schärfere Regeln für Ratingagenturen
18:51

Weiterführende Quellen:
Wem gehören die Ratingagenturen? (Wiener Zeitung)
SR2 - "Fragen an den Autor", Werner Rügemer "Ratingagenturen" vom 13.8.2012 (leider "depubliziert", was aber ja für Tagesschau-Propagandisten kein Hindernis darstellen sollte).

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